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bann12

Zwei Jahre ist es her, dass eine bunte Crowd tanzend durch Mainz zog, um auf horrende Mieten, Raumnot und Leerstände aufmerksam zu machen. Den 1.000 Nachttanzdemonstrant_innen gelang es, den Protest auf einladende Weise in die Öffentlichkeit zu tragen und weite Beachtung zu finden.
Freilich hat dieser einmalige Protest nicht ausgereicht, um die Kommunalpolitik zum Umdenken zu bringen. Sozialer Wohnungsbau findet in Mainz praktisch nicht mehr statt, und so konnte sich die Wohnraumsituation nur weiter verschärfen:

Die Mietenniveau zählt mittlerweile neben München, Frankfurt, Stuttgart und Hamburg zu den höchsten in ganz Deutschland. Wer also nicht gerade zu den Wohlbegüterten gehört, findet kaum überhaupt noch bezahlbaren Wohnraum. Dies betrifft vor allem Erwerbslose, prekär oder zu einem Niedriglohn Beschäftigte, aber auch viele Studierende und Familien mit Kindern.

Auch soziokulturelle Initiativen und Projekte werden immer weiter abgedrängt und finden kaum noch Räumlichkeiten für unkommerzielle Kunst und Musik, für Arbeitstreffen, Bildungsangebote und den Austausch zu sozialen und politischen Themen unserer Gesellschaft.
Nach dem Verlust der Kasematten, des Bootshauses und dem alten Südbahnhof musste nun auch das Atelier Zukunft schließen, und das Haus Mainusch auf dem Unicampus ist akut in Gefahr. Bald wird auch am Layenhof abgerissen – 80 Bands und die Clownsschule verlieren ihre Proberäume.

Städte wie Frankfurt oder Wiesbaden stellen Vereinen und Initiativen immerhin zahlreiche Bürgerhäuser bzw. Saalbauten zur Verfügung, wiederum anderswo gibt es lebendige Stadtteilzentren. In Mainz gibt es nicht einmal das. Und selbst die wenigen selbstverwaltete Freiräume, die ein vielfältiges soziokulturelles Leben ermöglichen, werden reihenweise abgeräumt oder kommerzialisiert.
Derweil hält die Stadt für immer neue Luxuswohndomizile, für Shoppingmalls, kommerzielle Großevents und „Leuchtturm“projekte stets Raum, Geld und ein offenes Ohr bereit. In Verbindung mit den weiterhin großen Leerständen können das die meisten Menschen nur als blanken Zynismus erleben.

Wir solidarisieren uns mit den gefährdeten Projekten in Mainz, dem Frankfurter IvI und allen akut bedrohten Freiräumen. Vor allem aber wollen und werden wir nicht länger zusehen, wie die Stadt immer mehr nach Profitabilitätskriterien umgestaltet wird und alles andere Leben unter die Räder kommt.

Daher werden wir Mainzerinnen und Mainzer unser Recht auf Stadt in den kommenden Monaten entschiedener denn je einfordern!
Als bunten Auftakt laden wir deshalb alle Menschen zur 2. Mainzer Nachttanzdemo ein, um sich die Straßen der Stadt auf kreative Weise anzueignen.

… denn wir alle sind die Stadt!

3. August 2012 – 20 Uhr – Mainz HBF

bann12

Nachttanzdemo *dance your right to the city* mit zeitweise über 1000 Leuten ein voller Erfolg!

Die erste Nachttanzdemo in Mainz ist am Samstag mit über 1000 Teilnehmer_Innen ein voller Erfolg gewesen. Bei gutem Wetter, noch besserer Musik und ausgelassener Stimmung tanzten die Menschen durch Mainz, um Ihr Recht auf Stadt einzufordern.
Die insgesamt 4 Redebeiträge von diskursiv, dem Flüchtlingsrat Wiesbaden, der Anarchistischen Gruppe Mannheim und dem Kritischen Kollektiv Worms beschäftigten sich kritisch mit verschiedenen Facetten und Auswirkungen neoliberaler Stadtpolitik und deren zugrunde liegender kapitalistischer Verwertungslogik.

EA – Nummer steht

Folgende Nummer wird am Wochenende als EA – Nummer dienen:
01578 – 4952913

Route steht

Nach mehreren Treffen mit dem Ordnungsamt Mainz steht nun seit heute die Route offiziell fest!
Mehr Infos – auch zu Anreise und Zugverbindungen aus anderen Städten – unter der Rubrik DEMO.

Jingle zur NTD

Unter folgendem Link findet einen Jingle zur Demo fürs Radio oder Eure Internetseiten: http://www20.zippyshare.com/v/24840628/file.html




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